If you're new here, you may want to subscribe to my RSS feed. Thanks for visiting!
Endlich ist die Zeitgekommen für das erste Tutorial bei Hochzeit-Fotografie.org. Ich möchte mit den einfachsten Sachen beginnen wie zum Beispiel mit dem Fotografieren unbeweglicher Objekte – die Hochzeitsringe. Die Ringe, die man auf verschiedenster Art und Weise präsentieren kann, eignen sich ideal für die folgende Übung mit Photoshop Tutorial für Einsteiger. Die Ringe kann man als Objekte mehrmals für Fotoaufnahmeninszenieren.
Mein Bild, das unserer Übung dienen soll, habe ich in einem dunklen Raum auf einem Tisch während einer Hochzeitsfeier aufgenommen. Für die Aufnahme hatte ich nicht viel Zeit, deswegen sind die Parameter, die ich für diese Aufnahme gewählt habe nicht optimal gewesen und haben nicht das beabsichtigte Resultat gebracht.
Das Ausgangsbild in RAW bearbeite ich in Lightroom 3 mit einem Makro-Objektiv.
Parameter für Aufnahme:
- f10 – Blende
- 1/100 – Belichtungszeit
- 90mm – Objektiv
- ISO 1600
Foto 1: Ausgangsbild – Hochzeitsringe auf einer gelben Blume.
Das Ausgangsbild erfordert ein paar Änderungen, die ich Schritt für Schritt hier kurz besprechen möchte.
Trotz der Mühe die man sich gibt, kommt das unscharfe, dunkle Foto heraus. Lightroom 3 ist deshalb meiner Meinung nach eine super Erfindung, um fotografierte Momente in schöne Empfindungen für die Augen zu transformieren.
1. Filmaufnahmen schneiden – um die störenden äußeren Elemente der Bilder zu entfernen.
Ich benutze den englischen Lightroom. Ich hoffe, dass ihr damit keine Schwierigkeiten haben werdet und meinen Tipps folgen könnt.
Das Thema dieses Bildes sind die Eheringe, die in die Blüte der Orchidee eingesetzt sind. Der Background (Layout) der Blume ist kein interessanter Effekt für dieses Bild, deswegen sollte er teilweise eliminiert werden um einen schönen Bildausschnitt zu schaffen.
Um dies zu erreichen gehst Du über das Menü rechts auf das Rechteck im oberen Teil, der mit einer gestrichelten Linie gezeichnet ist (so wie das auf dem Bild in dem grünen Kreis unten dargestellt ist). Auf dem Bildschirm erscheint dann unser Foto, auf dem die vorgeschlagene, ausgeschnittene Aufnahme erscheint.
Foto 2: Filmaufnahmen schneiden
Das Bild nach dem Filmaufnahme schneiden sieht dann so aus:
Foto 3: Eheringe – ausgeschnittene Aufnahme
2. Foto schärfer machen
Was sollte man machen, damit das Bild ausdrucksvoller aussieht?
Natürlich sollte der nächste Schritt sein, die Schärte des Bildes zu korrigieren.
Dass kann man ändern mit der Funktionen in Pience-Bereich:
- Clarity
- Vibrance
- Saturation
Die Clarity-Funktion verursacht generell, dass Bilder ausdrucksstärker sind. Dadurch sehen sie weniger flach aus.
Weitere im Menü zugängliche Funktionen sind Vibrance sowie Saturation. Sie verstärken oder schwächen die Farben. Sie machen das auf eine andere Art und Weise, als es bei der Funktion Clarity zu sehen war. Durch Saturation kann man die Sättigung aller Farben gleichmäßig regulieren.
Das heißt, dass alle Farben entweder verstärkt oder geschwächt werden. Vibrance hingegen ist, würde ich sagen, weniger aggressiv, wenn man beispielsweise die Farben verstärkt. Die Sättigung der Farben ist dann nicht so grell und folglich angenehmer fürs Auge.
Bei meinen Hochzeitsringen habe ich die Ausdruckstärke der Details verbessert. Um den gleichen Effekt mit Deinem Bild zu erreichen gehe über das Menu rechts zu PIESENCE (wie auf dem Bild zu sehen ist) und versuche, die dort stehenden Parameter zu ändern. Indem Du den Regler kannst Du nach rechts oder links verschiebst, kannst Du die Clarity in dem Bild so anpassen, dass das Bild mehr detailliert aussieht. In meinem Fall habe ich mich entschieden, die Clarity auf +20 zu erhöhen, damit die Eheringe vorteilhaft aussehen. Wie Du bestimmt merken kannst, sieht das Bild schon besser aus.
Foto 4: Clarity-Funktion
Foto 5: Vibrance-Funktion
3. Fotobelichtung – Exposure und Whites
Man merkt schon auf den ersten Blick, dass das Bild zu dunkel ist. Es muss natürlich aufgehellt werden. Zu diesem Zweck habe ich die Exposure- und Whites-Funktion verwendet, die sich direkt über dem Menü PIESENCE befindet.
- Was ist Exposure? Es ist die Exposition, also ein Parameter, der die Fotobelichtung bedeutet.
Diese Funktion gibt es bei der Kamera, wo man die Fotobelichtung einfach ändern kann. Bei der Angabe +1.0ev wird das Foto heller und bei -1.0ev dunkler, also unterbelichtet.
Wenn man Fotos als RAW-Dateien speichert (was ich jedem Anfänger in der Hochzeitsfotografie empfehle), kann man die Exposition in Lightroom ändern – also die dunklen Bilder völlig aufhellen und andersrum – die hellen dunkler machen.
- Whiteness – diese Funktion habe ich für mein Foto verwendet, um die hellen Bildteile noch weiter aufzuhellen.
Für mein Foto habe ich die folgenden Parameter gewählt: Exposure +0,50, Whites +40
Foto 6: Aufhellen des Bildes
4. Erhöhung des Kontrastes im Bild
Damit die von mir fotografierten Hochzeitsringe qualitativ besser (schärfer auf dem Bild aussehen), sollte man den Kontrast im Bild ändern.
Die Kontraststärke kannst Du nach Deinem Geschmack beliebig bestimmen. Es gibt drei Möglichkeiten der Kontrastauswahl:
- Lineal – ist ein „empfindlicher“ Kontrast
- Medium Contrast – wie der Name schon sagt – mittlere Kontraststärke
- Strong Contrast – höchste Kontraststärke
Wenn Du eines der Kriterien auswählst, ändert sich der Kontrast automatisch.
Wie man unten am Bild sehen kann, habe ich mich für die mittlere Stufe entschieden, damit das Bild nicht zu hell und nicht zu blass wird.
Foto 7: Erhöhung des Kontrastes im Bild
5. Lens Vignetting
Vignetting dient dazu, um am Rand die Flächen zu verdunkeln. Dadurch werden die Hochzeitsringe,
die im Zentrum des Bildes sind, sofort die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und nicht die Sachen, die rund um die Ringe fotografiert wurden (wie beispielsweise der Hintergrund der Blume).
Wie macht man Vignettierung? Im Menü im BASICs-Bereich à Lens Corrections gibt es folgende Funktionen:
- Amount – Je kleiner die Zahl (bspw. –100), desto dunkler die Vignettierung und andersrum – je größer die Zahl (bspw. +100), desto heller die Vignettierung.
- Mittpoint – Es geht darum, dass sich alles um die Mitte der Vignettierung dreht. Je kleiner der Wert hier, desto größer/breiter die Vignettierung Richtung Zentrum des Bildes.
Vignettierung ist eine Gefühlssache, deswegen bin ich der Meinung, dass das Bild am schönsten aussieht, wenn man bei Amount den Wert bis -60 verkleinert.
Foto 8: Vignetting – Verdunkeln/Aufhellen des Bildes am Rand
Dieses Bild ist jetzt schöner für das Auge als vorher. Wie man merkt, kann man mit Photoshop richtig viele Mängel der falschen Einstellung der Kameraparameter verbessern. Es ist wirklich gut zu wissen, wie man Photoshop bedient. Man sollte sich aber nicht nur auf diese Software verlassen, wenn man gute Fotos erhalten möchte. Es geht doch nicht darum, dass Fotografen stundenlang mit der Nachbearbeitung in Photoshop verbringen sollen. Wenn das aber jemand extrem viel Spaß macht, kann er natürlich auf diesem Wege seine Bilder erhalten.
Als tolle Übung versuch doch mal, eine eigene Fotoaufnahme von einem beliebigen Ring zu machen und dann alle Schritte, die ich oben besprochen habe, auf dein Bild anzuwenden. Übung macht den Meister! Die weiteren Photoshop-Lightroom-Funktionen versuche ich im nächsten Tutorium zu besprechen. Ich hoffe, es entsteht dank meiner Tutorials bald eine schöne Bildgalerie auf meinem Blog Hochzeit-Fotografie.
Viel Spaß beim Ausprobieren!






